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Die Bausteine des Computers Das Innenleben

Nach dem Öffnen des Computers (Vorsicht: Netzstecker ziehen und wegen der statischen Aufladung ein geerdetes Metallteil anfassen) fällt der Blick auf eine große Platine.
Das ist das Mainboard (=Motherboard=Systemboard), auf der sich folgende Komponenten befinden:

Der Prozessor

Der Prozessor, auch CPU (=Central processing unit) genannt, und sein Arbeitstakt (in MHz angegeben), charakterisieren den PC.

Die bekanntesten dürften die Prozessoren der beiden großen Hersteller Intel (Pentium und Celeron-Prozessoren) und AMD (Duron und Athlon-Prozessoren) sein.(Im Bild direkt unter dem Lüfter)
Der Prozessor liegt direkt unter dem Lüfter

Zwar sind die alten DOS-Zahnarztprogramme durchaus auch noch auf den Vorgänger-Prozessoren (386er, 486er) lauffähig, aber die neuen Betriebssysteme und die neuen Geräte mit immer besserer, aber auch umfangreicherer Software erfordern die neuen Prozessoren.Festplatten ab 40 GB (die heute schon Minimum sind) benötigen Prozessoren ab 1000 MHz.
Außerdem ist zu befürchten, daß Ersatzteile zunehmend schwieriger zu beschaffen sind und DOS-Zahnarztprogramme auch irgendwann nicht mehr von den Softwarehäusern gepflegt werden.

 

Chipsatz und BIOS

Der sog. Chipsatz ist für verschiedene Kontrollaufgaben zuständig.
Er steuert die Kommunikation zwischen Prozessor und Speicher und begrenzt den max. Speicherausbau.

Das EEprom mit dem BIOS oben und die runde Batterie rechts untenDas BIOS (Basic Input/Output System) befindet sich auf dem Mainboard in einem EEprom, das elektrisch programmiert werden kann (=BIOS -Update). Es überprüft beim Starten des PC die vorhandene Hardware und lädt das eigentliche Betriebssystem.

Das CMOS-RAM ( Complementary Metal Oxide Semiconductor Random Access Memory) ist ein batteriegepufferter 64 KB großer Speicher, in dem die Informationen des BIOS-Setups gespeichert sind (z .B. die Uhrzeit, Informationen über die angeschlossenen Festplatten, die Bootreihenfolge...).

Durch Eingabe einer bestimmten Tastenkombination während des Bootens kommt man in das BIOS-Setup, um dort bestimmte Einstellungen z.B. beim Einbau einer neuen Festplatte oder bei der Neuinstallation des Betriebssystems vornehmen zu können.

Der Arbeitsspeicher

Die Speicherbänke sind die Steckleisten auf dem Mainboard, in die die Arbeitsspeichermodule eingesteckt werden. Viele PCs haben inzwischen nicht mehr die SIMM-Speicherbänke, die immer paarweise bestückt wurden, sondern nurnoch die neueren SD-DDRRAM -DIMM-SpeicherbänkeDie Speicherbänke; einer davon bestückt.

Im Bild sind 2 SIMM-Bänke und 3 DIMM-Bänke vorhanden, von letzteren ist einer bestückt.Welche und wie viele bei Ihnen möglich sind, steht in Ihrer Hardware-Dokumentation.

Die Speichermodule (SD-RAM / DIMM,...) können recht einfach in die freien Steckplätze gesteckt oder auch gegen vorhandene ausgetauscht werden.

Für reine Office-Anwendungen reicht eine Bestückung mit 64 MB aus, aber wenn Bildbearbeitung oder andere Grafikanwendungen  dazukommen sollen, ist der Ausbau auf 256 MB oder mehr empfehlenswert.

Nach dem Einschalten erkennt das BIOS die neuen Speicher ganz von selbst.

ISA, PCI und APG

Der Daten-Bus ist die Verbindung zwischen dem Prozessor und den Steckkarten.


drei mal ISA, vier mal PCI und die Grafikkarte im AGP-slotMan unterscheidet den alten ISA-BUS (Steckleisten,meist braun), der z.B. für Soundkarten immer noch Verwendung findet und den neueren PCI-BUS (kürzere Steckleisten als ISA, meist weiß) für Erweiterungskarten aller Art, wie z. B. internes Modem, ISDN-Karte, TV-Karte, Firewire-Karte, SCSI-Hostadapter, Netzwerkkarte u.v.m.


Grafikkarten sind meist auf einem extra Steckplatz untergebracht (=AGP-BUS), manchmal aber auch im PCI-Bus oder auch “Onboard”, was zwar bedeutet, daß kein Steckplatz belegt wird, aber bei der Installation einer neuen Grafikkarte einiges beachtet werden muß.
Wer den PC nur für Büroanwendungen nutzen will, benötigt keine teure Grafikkarte (8 MB-Karten reichen aus) , echte Spielerkarten können über 1000.-DM kosten.


Die beiden direkt nebeneinanderliegenden ISA und PCI-Steckplätze können wegen des Aufbaus der Karten nicht gleichzeitig genutzt werden.

Die Laufwerksanschlüsse FDD und IDE

Die Anschlüsse für die Laufwerke bestehen meist aus 3 Steckleisten. Eine davon ist für das Diskettenlaufwerk (FDD-port) vorgesehen und über ein Breitbandkabel mit diesem verbunden.

Die beiden anderen Anschlüsse werden (im E-IDE bzw. ATAPI-Standard) als primary und secondary IDE-port (oder auch primärer und sekundärer Festplattencontoller) bezeichnet.

Über breite Kabel sind sie mit der Festplatte , CD-ROM Laufwerk ,Oben die beiden IDE-ports, unten der Anschluß fürs Diskettenlaufwerk oder anderen Laufwerken, wie CD-Brenner verbunden.

Da die Kabel je eine Verzweigungsstelle haben, können insgesamt 4 Laufwerke angeschlossen werden. Jeder IDE-Controller kann also 2 Geräte steuern. Eines davon muß als “Master”, das andere als “Slave” konfiguriert werden. Das geschieht einfach durch Umstecken von kleinen Steckbrücken, den Jumpern, auf der Rückseite der Geräte, entsprechend den Vorgaben der Hersteller.

Generell sollte man vermeiden, 2 Festplatten mit unterschiedlichen Leistungsdaten am gleichen Kabel anzuschließen, weil die schnellere so verlangsamt wird. Aber auch ein CD-ROM-Laufwerk kann die Geschwindigkeit bremsen. Bei einer Bestückung mit 2 Festplatten, einem CD-ROM-Laufwerk und einem Brenner wird man ein Austesten der optimalen Konfiguration wohl nicht vermeiden können.

Eine genaue Installationsanweisung zum Einbau einer neuenHier rechts klicken zum Download Festplatte können Sie sich hier als pdf-Datei downloaden:
               Mit der rechten Maustaste anklicken, “Ziel speichern unter...”anklicken

Sollen mehr als 4 Laufwerke angeschlossen werden, kann man das bei ATAPI / E-IDE durch eine entsprechende PCI-Einsteckkarte ermöglichen.

In Netzwerken kommen oft SCSI-Systeme zum Einsatz .
Dabei sind bis zu 7 Geräte möglich, aber da dieses System etwas komplizierter ist als ATAPI, sollte man sich bei Bedarf mit entsprechender Fachlektüre informieren.

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